Labrador – Anschaffung und Kauf

Wer einen Labrador bei sich Zuhause aufnimmt, geht damit eine große Verantwortung ein. Schließlich muss man sich die nächsten 10-13 Jahre um das Tier kümmern. Und zwar mit der gleichen Hingabe wie am Anfang. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf einige Fragen zu stellen. Wichtig ist, herauszufinden, ob der Labrador überhaupt das richtige Tier für einen ist, sich darüber zu informieren, wie hoch die Anschaffungskosten für diese Hunderasse sind und was beim Kauf direkt beachtet werden sollte.

Inhaltsübersicht

Passt ein Labrador zu mir?

Jede Hunderasse besitzt spezifische Merkmale und Eigenheiten, die man kennen sollte. Nur dann, wenn man sich vorher damit auseinandersetzt und überprüft, ob ein Labrador überhaupt zu einem passt, kann man den nächsten Jahren mit Vorfreude entgegenblicken.

Folgende Fragen sollten vor dem Kauf eines Labradors mit „Ja“ beantwortet werden:

  • Ist der Vermieter mit einem Hund im Haushalt einverstanden?
  • Haben sich alle Familienmitglieder mit dem Gedanken an den neuen Mitbewohner angefreundet?
  • Hat jemand aus der Familie die Möglichkeit, an jedem Tag mindestens 20 Stunden Zuhause zu sein, um sich mit dem Labrador zu beschäftigen?
  • Möchte man sich täglich mindestens 2 Stunden draußen aufhalten, selbst bei Regen, Wind und kalten Temperaturen?
  • Kann man sich auch noch in zehn Jahren um seinem kleinen Liebling kümmern?
  • Gibt es einen Garten oder einen nahe gelegenen Park, wo sich der Labrador austoben kann?
  • Ist die Wohnung groß genug für die Bedürfnisse eines Labradors?
  • Ist man dazu bereit, den neuen Mitbewohner auch in Wochenend-Unternehmungen und in den Urlaub zu integrieren?
  • Gibt es die Möglichkeit, den Hund in Ausnahmefällen an nette Bekannte oder Verwandte zu geben?
  • Kann man für Futter- und Tierarztkosten über mehrere Jahre aufkommen?
  • Sind alle Familienmitglieder frei von Hundehaar-Allergien?

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Wenn man alle eben genannten Fragen mit „Ja“ beantworten konnte, sollte man herausfinden, ob man auch finanziell dazu in der Lage ist, einen Labrador bei sich aufzunehmen. Nachfolgend eine Auflistung der Anschaffungskosten für einen Labrador:

  • Labrador, je Welpe: 800-1.500 €
  • Grundausstattung (Leine, Näpfe, Korb, Bürste, Spielzeug): 150-250 €
  • Zusatzausstattung (Hunde Sicherung, Transportkorb, Fahrradkorb): 150-200 €

Regelmäßige Kosten

Natürlich sollte man nicht nur die finanziellen Möglichkeiten haben, die Grundausstattung für den Labrador und das Tier selbst zu kaufen. Bei der Anschaffung eines Hundes entstehen immer auch Folgekosten. Bei einem Labrador sehen diese monatlich ungefähr so aus:

  • Hundehaftpflichtversicherung: 5-10 €
  • Hundesteuer: 5-15 €
  • Futter: 50-90 €
  • Impfung, Wurmkur, Untersuchungen: ca. 10 €

Was muss beim Kauf von Labrador-Welpen beachtet werden?

Einen Labrador sollte man unbedingt bei einem erfahrenen Züchter kaufen. Seriöse Züchter kann man beim Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (www.vdh.de) erfragen. Nachdem man einen Termin vereinbart hat, sollte man sich die Gegebenheiten vor Ort anschauen. Denn schließlich hat die Umgebung einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Tieres. So sind Labradore, die in idyllischer Ruhe und Abgeschiedenheit aufgewachsen sind, nicht unbedingt für eine Stadtwohnung geeignet. Schließlich prägen die Erfahrungen, die der Labrador bisher gemacht hat, ihn für das ganze Leben.

Sobald man den richtigen Züchter gefunden hat, geht es darum, einen Welpen aus dem Wurf auszuwählen. Dies kann ganz schön schwierig sein, wenn einen die kleinen Fellnasen mit ihrem süßen Hundeblick anschauen. Sympathie kann oder vielmehr sollte bei der Auswahl des Hundes eine Rolle spielen. Tiere, die schnurstracks auf einen zuwackeln, gegen die ausgestreckte Hand stupsen oder ihre Sympathie auf anderem Wege bekunden, sind die beste Wahl. Allerdings sollte man sich dann noch den Gesundheitszustand der Hunde genauer ansehen. Ein gesunder Labrador verhält sich aufgeweckt, ist neugierig und zutraulich, hat ein glänzendes Fell, klare Augen sowie eine feuchte, kalte Nase und ein sauberes Hinterteil.