Labrador – Wesen und Charakter

Der aktuelle Rassestandard schreibt nicht nur vor, wie ein Labrador auszusehen hat, sondern auch, welchen Eindruck das Tier vom Charakter her machen sollte. Welche Verhaltensweisen sind typisch für den Labrador? Was sind typische Charakterzüge?

Der Labrador: gutmütig und anpassungsfähig

Laut aktuellem Rassestandard sieht der Labrador nicht nur gutmütig aus, sondern ist auch überaus anpassungsfähig und ein hingebungsvoller Begleiter. Er ist intelligent, aufmerksam und lässt sich leicht führen. Bei vielen Tieren kann man auch beobachten, dass diese ihrem Halter gefallen wollen. Ein Labrador zeigt keinerlei Spur von Aggressionen oder unangebrachter Scheue. Sein freundliches Wesen macht ihn deshalb zum idealen Familienhund.

Die Sozialisierung bestimmt über das letztendliche Wesen

Ein Labrador ist sowohl Kindern als auch fremden Menschen und Tieren gegenüber sehr gelassen und weder aggressiv noch ängstlich. Allerdings sollte man beachten, dass letztendlich die Sozialisierung der Welpen in den ersten Lebenswochen und -monaten darüber bestimmt, wie sich das Tier entwickeln wird. Auch wenn der Züchter die ersten Schritte übernimmt und dem Labrador die einfachsten Dinge, wie den Umgang mit fremden Menschen und Tieren und Untergründe, beibringt, liegt es in der Verantwortung des Halters, den Labrador weiter zu erziehen.

Damit sich der Labrador zu einem sozialen Hund entwickelt, muss er viel mit seinem Besitzer erleben und viel Zeit mit diesem verbringen. Familienbesuche, bei denen die Hunde eine besondere Aufmerksamkeit bekommen und von vielen neuen Menschen umgeben sind, sind hierfür ideal. Dadurch wird das soziale Gefüge des Labradors gestärkt und er bekommt Sicherheit im Umgang mit vielen Menschen.

Labrador-Hunde sind sehr bewegungsfreudig

Ein Labrador gilt als ausgesprochen bewegungsfreudig, liebt lange Spaziergänge, geht auch gerne schwimmen oder leistet seinem Halter bei einer Fahrradtour Gesellschaft. Auf keinen Fall darf der Labrador lange Zeit in einem Zwinger gehalten oder über mehrere Stunden am Tag alleine gelassen werden. Als sehr sozialer Hund würde er mit der Zeit vereinsamen.

Aufgrund seiner Geschichte gilt der Labrador als sehr lernfähig und arbeitswillig, schließlich wurde er früher als Jagd- und Arbeitshund eingesetzt. Wichtig ist deshalb, als Besitzer mit dem Tier regelmäßig zu trainieren und zu spielen. Zum Beispiel, indem man Hundespielzeug im Garten versteckt und den Labrador danach suchen lässt.

Labrador Retriever eignen sich nur bedingt als Wächter für Haus und Hof

Der Labrador ist ein Hund zum Anfassen, Streicheln und Kraulen. Selbst fremde Menschen können diesem Hund ausgesprochen nahe kommen. Bei einer guten Haltung zeigt sich der Labrador Fremden gegenüber weder aggressiv noch scheu. Deshalb eignen sie sich auch nicht als Wachhunde für Haus und Hof. Schließlich sind sie Menschen gegenüber generell nicht misstrauisch. Wer also einen Wachhund sucht, sollte sich für eine andere Hunderasse entscheiden.